Florian Lorz -Bürgermeister

Juni 2026

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Gäste unserer Stadt,

 

nach einer längeren krankheitsbedingten Pause melde ich mich wieder zurück und möchte die Gelegenheit nutzen, Sie über aktuelle Entwicklungen und Vorhaben in unserer schönen Stadt Ummerstadt zu informieren.

Mittlerweile haben wir bereits den Monat Juni erreicht. Für viele Ummerstädterinnen und Ummerstädter bedeutet das vor allem eines: Das Brauhausfest steht vor der Tür. Traditionell findet es am dritten Juniwochenende statt und ist weit über die Grenzen unserer Region hinaus bekannt. Jahr für Jahr lockt es zahlreiche Besucher nach Ummerstadt.

Mein besonderer Dank gilt den Mitgliedern des Brauvereins, unserem Braumeister und allen Helferinnen und Helfern, die mit großem Engagement und unzähligen ehrenamtlichen Stunden dieses Fest möglich machen. Wer das Brauhausfest besucht, hat die Gelegenheit, ein ganz besonderes Bier zu genießen. Das Ummerstädter Bier wird nicht industriell hergestellt und ist auch nicht im Handel erhältlich. Es wird nach historischer Tradition, mit handwerklichem Können, hochwertigen Zutaten und viel Herzblut gebraut. Genau das macht seinen besonderen Charakter aus und trägt dazu bei, ein Stück Ummerstädter Geschichte lebendig zu erhalten.

Doch neben den Vorbereitungen für das Brauhausfest beschäftigen uns natürlich auch zahlreiche Projekte und Aufgaben innerhalb unserer Stadt.

Viele von Ihnen haben bereits bemerkt, dass derzeit die Marktseite unseres Rathauses saniert wird. Das Fachwerk und die Gefache unseres historischen und ortsbildprägenden Gebäudes sind in die Jahre gekommen und benötigten dringend eine grundlegende Instandsetzung. Der Stadtrat hat sich deshalb dazu entschlossen, diese Maßnahme noch in diesem Jahr umzusetzen.

Wie allgemein bekannt ist, stehen viele Gebäude im Eigentum der Stadt vor ähnlichen Herausforderungen. Jahrzehnte hinterlassen ihre Spuren, und notwendige Sanierungen lassen sich nicht unbegrenzt aufschieben. Dank einer sparsamen Haushaltsführung und einer vorausschauenden Finanzpolitik in den vergangenen Jahren sind wir heute in der Lage, diese Aufgaben Schritt für Schritt anzugehen. Auch in den kommenden Jahren wird es eine wichtige Aufgabe bleiben, unsere kommunalen Gebäude zu erhalten und dort zu investieren, wo es notwendig und finanzierbar ist.

Ein Thema, das uns leider noch etwas länger begleiten wird, ist die Sanierung der Colberger Straße. Diese Maßnahme hätte ich gern bereits in diesem Jahr begonnen. Die Stadt hatte hierfür bereits rund 500.000 Euro im Haushalt eingeplant. Aufgrund der weiterhin steigenden Baupreise und notwendiger Neukalkulationen durch den zuständigen Straßenbaulastträger, den Freistaat Thüringen, wird sich das Projekt jedoch erneut verzögern. Das ist bedauerlich, liegt jedoch außerhalb unseres direkten Einflussbereiches. Wir werden das Vorhaben weiterhin eng begleiten und auf eine möglichst zeitnahe Umsetzung drängen.

Positiver sieht es beim Platz an der Feuerwehr und am Brauhaus aus. Die Bauarbeiten werden nach dem Brauhausfest beginnen. Zwar startet auch dieses Projekt etwas später als ursprünglich vorgesehen, jedoch konnten wir hierfür Fördermittel aus der Infrastrukturpauschale des Freistaates Thüringen sichern. Dadurch wird die Maßnahme mit rund 120.000 Euro unterstützt. Diese Förderung entlastet unseren städtischen Haushalt erheblich und ermöglicht uns gleichzeitig, finanzielle Mittel für weitere wichtige Projekte bereitzuhalten.

Neben den sichtbaren Baumaßnahmen arbeiten wir auch an Themen, die weniger auffallen, für die Zukunft unserer Stadt aber von großer Bedeutung sind. Dazu gehört die schrittweise Digitalisierung von Akten, Unterlagen und Verwaltungsprozessen. Damit schaffen wir wichtige Grundlagen für kommende Generationen und sorgen dafür, dass Informationen langfristig gesichert, leichter auffindbar und effizient nutzbar bleiben.

Zu weiteren Planungen und Investitionen befinde ich mich derzeit gemeinsam mit dem Stadtrat in Beratungen. Selbstverständlich werde ich Sie über wichtige Entwicklungen weiterhin informieren.

An dieser Stelle möchte ich auch kurz auf das Thema Windkraft und den Regionalplan Südwestthüringen eingehen. Insbesondere das geplante Vorranggebiet W-39 im Ummerstädter Wald wird derzeit intensiv diskutiert. Mir ist bewusst, dass dieses Thema viele Menschen bewegt und teilweise sehr unterschiedliche Auffassungen dazu bestehen.

Als Stadtverwaltung und Stadtrat nehmen wir die Sorgen und Hinweise der Bürgerinnen und Bürger sehr ernst. Aus unserer Sicht ist die Errichtung von Windkraftanlagen im Wald kritisch zu betrachten. Entsprechend werden wir uns im Rahmen der Beteiligungsverfahren positionieren und eine Stellungnahme abgeben.

Gleichzeitig ist festzuhalten, dass ein erheblicher Teil der betroffenen Flächen im Stadtwald liegt. Damit besitzt die Stadt Ummerstadt auch künftig eine wichtige Rolle bei möglichen Entscheidungen. Unser Ziel bleibt es, die Interessen unserer Bürgerinnen und Bürger sowie den Schutz unserer Heimat verantwortungsvoll zu vertreten.

Für den Herbst ist außerdem eine Einwohnerversammlung geplant. Der genaue Termin wird nach der nächsten Stadtratssitzung bekannt gegeben. Dort werden wir ausführlich über die laufenden Maßnahmen informieren, Fragen beantworten und Anregungen für die weitere Entwicklung unserer Stadt aufnehmen.

Abschließend möchte ich mich bei allen bedanken, die sich in Vereinen, Initiativen, der Feuerwehr oder auf andere Weise für Ummerstadt engagieren. Unsere Stadt lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen und sich für das Gemeinwohl einsetzen.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine schöne Sommerzeit und freue mich auf viele persönliche Begegnungen, sei es beim Brauhausfest, bei Veranstaltungen oder einfach im Alltag unserer Stadt.

Ihr
Florian Lorz
Bürgermeister der Stadt Ummerstadt

 

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